Farbenprächtige Mosaike in der Bennokirche


Die Geschichte der St. Benno Kirche

Für den Bau der St. Benno Kirche wurde 1884 durch den Zentralverein für Kirchenbau in München ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Der Entwurf für eine dreischiffige Basilika im neoromanischen Stil des damals 30-jährigen Architekten Leonhard Romeis überzeugte vollauf.
Am 16. Juni 1888, dem Festtag des hl. Benno, konnte auf dem von der Familie von Miller gestifteten Grundstück der Grundstein gelegt werden. Nach nur siebenjähriger Bauzeit wurde die St. Benno Kirche am 13. Oktober 1895 durch Erzbischof Antonius von Thoma geweiht.
Zwischen dem 4. Oktober 1944 und dem 7. Januar 1945 wurde die St. Benno Kirche dreimal von Bomben getroffen und schwer beschädigt, aber nicht völlig zerstört. Der Altarraum und die Mosaike blieben unbeschädigt. Vollständig zerstört wurde die Orgel.
2006 wurde der Altarraum mit Altar, Ambo und Sitzen durch Kurt Sigrist und Anna Leoni neu gestaltet.
Bei der hinteren, südwestlichen Seitenkapelle („Millerkapelle“) entstand 2015 ein neuer Gedenkort für die Verstorbenen. Der Künstler Andreas Horlitz gestaltete in der Wandnische ein Glaskunstwerk, welches wie ein großes Fenster oder ein Tor mit einem Blick auf einen nächtlichen Sternenhimmel wirkt. Die Punkte stellen jedoch keine Sterne dar, sondern sind die künstlerische Interpretation der Darstellung eines menschlichen Genoms.
Die St. Benno Kirche ist auf der Südseite über eine Rampe und eine auf Tastendruck öffnende Türe barrierefrei zugänglich.
Über den hl. Benno

Der hl. Benno ist der Schutzpatron von München und von Bayern.
Benno war von 1066 bis1106 Bischof von Meißen. Im Investiturstreit hielt Benno treu zum Papst. Der Legende nach reiste er in dieser Zeit nach Rom. Damit kein anderer Bischof den Meißner Dom in Besitz nehmen konnte, verschloss er diesen und warf den Schlüssel in die Elbe. Bei seiner Rückkehr machte er kurz vor Meißen Rast, bestellte sich einen Fisch und fand darin den Domschlüssel. Dies wurde von ihm und vom Volk als Zeichen gedeutet, dass er der rechtmäßige Bischof von Meißen ist.
Die Verkündigung seiner Heiligsprechung am 31. Mai 1523 führte zur Martin Luthers Streitschrift „Wider den Abgott und Teufel, der zu Meißen soll erhoben werden“. Die Gebeine des hl. Bennos kamen nach Einführung der Reformation in Sachsen 1539 über mehrere Zwischenstationen 1576 nach Bayern und wurden 1580 im Münchner Dom beigesetzt.
Die Attribute des hl. Benno sind Fisch und Schlüssel; sein Gedenktag ist der 16. Juni.
Auch die Pfarrei St. Benno hat Fisch und Schlüssel als Logo.
Die Bennosäule wurde 1910 zum 900. Geburtstag des hl. Benno errichtet.
Die Krypta

Unterhalb des Altarraums befindet sich die Krypta. Dort finden im Regelfall die Gottesdienste an Werktagen und das monatliche Taizégebet statt. Die Krypta ist über einen eigenen Treppenabgang an der Nordseite der St. Benno Kirche zugänglich. Dieser ist nicht barrierefrei!
Regelmäßige Gottesdienste
Sonntag
09:30 Uhr Eucharistiefeier
… zu besonderen Festen im Jahreskreis
09:30 Uhr Familiengottesdienst
Dienstag
08:00 Uhr Eucharistiefeier in den Anliegen des Frauenbundes (Krypta)
… und am zweiten Dienstag im Monat
19:00 Uhr Taizégebet (Krypta)
Donnerstag
18:00 Uhr Rosenkranz (Krypta)
18:30 Uhr Eucharistiefeier (Krypta)
Freitag
08:00 Uhr Eucharistiefeier (Krypta)
Samstag
17:45 Uhr Rosenkranz (Krypta)
18:30 Uhr Eucharistiefeier als Vorabendmesse (Krypta)
Teilweise findet anstelle einer Eucharistiefeier auch eine Wort-Gottes-Feier mit Kommunionausteilung statt. Dies wird im Kalender angekündigt.
Außerhalb der Gottesdienste ist die St. Benno Kirche täglich von 8 bis 18 Uhr zum persönlichen Gebet und zur Besichtigung geöffnet.